SkF stellt Sendker bei Abschiedsbesuch neues Projekt vor

Pressemitteilung

Abschiedsbesuch beim SkF e.V. in Ahlen (v.l.): SkF-Geschäftsführerin Susanne Pues, Projektkoordinator Jens Brörken, Projektkoordinatorin Tanja Gede und MdB Reinhold Sendker.
Abschiedsbesuch beim SkF e.V. in Ahlen (v.l.): SkF-Geschäftsführerin Susanne Pues, Projektkoordinator Jens Brörken, Projektkoordinatorin Tanja Gede und MdB Reinhold Sendker.
Kreis Warendorf/Ahlen. Reinhold Sendker besuchte kürzlich zum letzten Mal in seiner Funktion als CDU-Bundestagsabgeordneter den SkF (Sozialdienst katholischer Frauen) e.V. im Kreis Warendorf. Er tritt bei der nächsten Bundestagswahl im Herbst nicht mehr an. 
In den vergangenen Jahren nahm Sendker immer regelmäßig Kontakt zum SkF auf, tauschte sich aus und nahm die Themen des Fachverbandes im Deutschen Bundestag wieder auf. Fundierte Informationen aus dem Praxisfeld waren immer die Grundvoraussetzung für seine Arbeit in Berlin. Zusammen mit SkF-Geschäftsführerin Susanne Pues ließ er die vergangenen Jahre noch einmal Revue passieren und richtete den Blick auch auf neue Vorhaben des Frauenfachverbandes. 
Nachdem der Abgeordnete einen kurzen Überblick seiner politischen Aktivitäten gegeben hatte, stellte Susanne Pues ihm das von der Aktion Mensch geförderte Projekt vielfälTIQ* vor, welches im Zeitraum vom 1. Januar 2021 bis 31. Dezember 2025 realisiert wird. „Als moderner und innovativer Fachverband möchten wir in Zukunft Ansprechpartner für trans*, inter* und nichtbinäre Menschen sein. Sexuelle und geschlechtliche Vielfalt soll intern und extern als Thema verortet und entsprechend die Angebote ausgerichtet und gestaltet werden“, erklärt Susanne Pues. Ein solches Angebot ist momentan im Kreis Warendorf noch nicht vorhanden. Der SkF hat nun fünf Jahre Zeit, das neue Projekt bekannt zu machen und vom Umfeld wahrgenommen zu werden.
„Wir haben hier ein realpolitisches Thema, durchzogen von der Geburt bis ins hohe Lebensalter“, gibt sie weiter zu verstehen. Dabei will der SkF Präsenz zeigen und gerade als christlicher Träger mit den Menschen ins Gespräch kommen. „Uns geht es darum, Geschlechterdiversität sichtbar zu machen“, so Pues weiter. 
Die beiden Projektkoordinatoren Jens Brörken und Tanja Gede erklärten im Gespräch mit Sendker, dass sie aktuell im Begriff sind, ein Beratungs- und Kompetenzzentrum aufzubauen, das trans*, inter* und nichtbinäre Menschen  begleitet und ihnen dabei helfen soll, ein selbstbestimmtes Leben führen zu können. Es ist u.a. vorgesehen, Begleitung und Unterstützung bei behördlichen und medizinischen Fragen sowie eine psychosoziale Fachberatung zu leisten, Bildungsangebote für verschiedene Zielgruppen anzubieten, fundierte Aufklärungsarbeit zu leisten und thematische Informationsveranstaltungen abzuhalten. 
 

„Wir müssen lernen Vorurteile abzubauen. Diese Aufforderung richten wir auch an die Politik. Es muss hier ein guter Diskurs geführt werden“, so Susanne Pues. Reinhold Sendker stimmte der Geschäftsführerin zu und zeigte sich beeindruckt vom neuen Projekt: „In weltanschaulichen Fragen ist gesellschaftliche Unterstützung stets von hoher Bedeutung“. Sein Rat für eine erfolgreiche Umsetzung: „Wichtig für ein jedes Projekt sind die gute fachliche Praxis und das Nutzen wissenschaftlicher Erkenntnisse“. 

Weitere Themen waren die Entwicklung der SkF- Fachbereiche Ehrenamt und Schwangerschaftsberatung. Eine große Herausforderung stellte hier die Corona-Pandemie dar, da es durch die Kontaktbeschränkungen viele Hürden zu bewältigen galt. Über die Einrichtung digitaler Kanäle konnten jedoch die Beratungen und Gespräche weiter erfolgen.
Zum Abschluss des gut zweistündigen Besuches bedankte sich Geschäftsführerin Susanne Pues bei Reinhold Sendker für die jahrelange Unterstützung und sein Engagement mit einem Blumenstrauß. Auch Sendker zollte Worte des Lobes und der Anerkennung für alle beim SkF-tätigen Mitarbeiter*innen. Er bedankte sich bei Susanne Pues für die immer ausführlichen Informationen sowie die hervorragende Arbeit: „Sie sind innovativ unterwegs. Ihr neues Projekt ist bemerkenswert. Das, was Sie für die Menschen und Frauen im Kreis Warendorf leisten – davor ziehe ich den Hut. Halten sie weiter daran fest!“

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